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INTERVIEW – GABI SCHIESTL

  • 17. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

„Ein Festival lebt von den Menschen“


Foto: © Manfred Haun


Das Festival läuft noch rund zwei Wochen. Wenn du auf die bisherigen STUMMER-SCHREI-Abende zurückblickst – welcher Moment hat dich persönlich am meisten berührt oder überrascht?

Am meisten berührt hat mich zu sehen, mit welchem Eifer alle für den STUMMER SCHREI arbeiten. Eine Besucherin sagte einmal zu mir: „Schon beim Eintritt spürt man, dass man hier herzlich willkommen ist.“ Und auch im Theatersaal habe man die Freude der Schauspielerinnen und Schauspieler gespürt. Solche Rückmeldungen geben einem immer wieder Kraft, den großen Berg an Arbeit zu bewältigen.


Viele erleben den STUMMER SCHREI als Besucher. Was passiert eigentlich hinter den Kulissen? Wie sieht ein typischer Festivaltag für dich aus – oder gibt es so etwas überhaupt nicht?

Hinter den Kulissen passiert sehr viel. Es ist vor allem Arbeit, die niemand sieht: Organisation, Management und gleichzeitig immer präsent zu sein. Mein Tag beginnt während der Festivalzeit meist um sieben Uhr morgens. An Aufführungstagen komme ich oft erst nach Mitternacht nach Hause. Da braucht es viel Herzblut.


Vom Kindermusiktheater über Kabarett bis hin zu Jazz, Volksmusik und Orgelkonzerten – das Programm ist heuer so vielfältig wie selten zuvor. War genau das eure Idee hinter dem diesjährigen Festival?

Die Idee für diese große Vielfalt stammt vor allem von unserem künstlerischen Leiter Edwin Hochmuth. Es war uns wichtig, ein Programm zusammenzustellen, das unterschiedlichste Menschen anspricht und zeigt, wie vielseitig Kultur sein kann.


Was macht den STUMMER SCHREI für dich persönlich aus? Ist es das Programm, der Dorfbäckstadl, die Künstlerinnen und Künstler – oder sind es am Ende doch die Menschen, die jeden Abend zusammenkommen?

Der STUMMER SCHREI bedeutet unglaublich viel Arbeit. Aber wenn man dann die Freude bei den Schauspielerinnen und Schauspielern und bei den Besucherinnen und Besuchern sieht, weiß man, dass sich all diese Arbeit gelohnt hat. Es gibt für mich kaum etwas Schöneres, als einen kulturellen Ort zu schaffen, an dem Menschen zusammenkommen, sich wiedersehen, miteinander reden und den Alltag für ein paar Stunden vergessen. Deshalb war es mir auch wichtig, dass das Ambiente vor und im Dorfbäckstadl besonders einladend ist. Dieses Konzept scheint aufzugehen. Es vergeht kaum ein Abend, an dem nicht jemand zu mir sagt: „Wir kommen wieder.“


Ein Festival besteht nicht nur aus den Menschen auf der Bühne. Wem möchtest du nach den ersten Festivalwochen einmal ganz bewusst Danke sagen?

Ein besonderer Dank gilt unserem Obmann KR Hannes Kerschdorfer sowie unserem Vermieter Max Wurm vom Dorfbäckstadl. Die Zusammenarbeit ist von großer Wertschätzung geprägt. Ebenso danke ich den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die einen Teil ihrer Freizeit dem Festival schenken. Und natürlich gilt mein Dank unserem Regisseur Martin Leutgeb und dem gesamten Ensemble.


Wenn das Festival vorbei ist – kannst du dann überhaupt abschalten? Oder beginnt in deinem Kopf schon die Planung für den nächsten STUMMER SCHREI?

Natürlich denkt man schon voraus. Ganz intensiv konnte ich mich heuer damit noch nicht beschäftigen, aber die ersten Besprechungen laufen bereits und die ersten Ideen entstehen. Zuerst steht allerdings noch der Abbau des Festivalgeländes an. Danach gönne ich mir ein wenig Urlaub, um neue Kraft zu tanken.


Ein kleiner Ausblick: Worauf dürfen sich die Besucherinnen und Besucher beim STUMMER SCHREI 2027 freuen – ohne zu viel zu verraten?

Dazu kann ich im Moment noch nicht viel sagen, weil das Programm im Kopf noch nicht vollständig ist. Aber eines kann ich versprechen: Unsere Besucherinnen und Besucher dürfen sich auch 2027 wieder auf einen besonderen STUMMER SCHREI freuen.


 
 
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