Eine bittersüße Satire von Felix MittererBesuchszeit

Felix Mitterer ist ein Meister der präzisen Beobachtung menschlicher Abgründe. Das gilt ganz besonders für sein 1985 uraufgeführtes Frühwerk Besuchszeit. Dies wird mit dem Mittel der Reduktion erreicht. Drei Akte und drei Orte genügen dem Stück: Altersheim, Gefängnis, Psychiatrie. Dort begegnet man einer alten Dame, einer Mörderin und einem älteren Herren, der die Autobahn „gedüngt“ hat. Die Erzählungen gehen immer wieder bereitwillig eine Beziehung mit der volksliedhaften Musik von Doris Kirschhofer ein. Sie taucht alles in ein surreales Licht und unterstreicht den skurrilen Charakter dieser Mitterer-Schöpfung, die auch um die eine oder andere humoristische Spitze nicht verlegen ist. Dass Mitterer bei allem Talent zur schonungslosen Beschreibung menschlicher Ausnahmesituationen dabei nicht den Respekt vor seinen Figuren verliert, macht Besuchszeit zum Ausnahmeerlebnis.  

In den Hauptrollen

Anita Köchl, Doris Kirschhofer 

Regie:Hanspeter Horner
Bühnenbild/Kostüme:Doris Kirschhofer 
Musik:Doris Kirschhofer 

Spieltermine

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